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Die Rennfarben von Belgien und Frankreich © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Alpine A-110 in der Rennfarbe von Frankreich © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Crepaldi Gilco in der Rennfarbe von Frankreich © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Bugatti in der Rennfarbe von Frankreich © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Bugatti in der Rennfarbe von Frankreich © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Talbot Lago in der Rennfarbe von Frankreich © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Alvis in British Racing Green © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Arnolt Bristol in British Racing Green © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Bentley in British Racing Green © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Ferrari 125 in der dunkelroten Rennfarbe von Italien © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Ferrari 121 LM in Rosso Corsa © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Fiat 509 Sport Monza in der gelben Rennfarbe von Belgien © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Mercedes Benz SSK in der weissen Rennfarbe von Deutschland © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Mercedes Benz 300 SLR in der silbernen Rennfarbe von Deutschland © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Ferrari in der Rennfarbe von Spanien © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Scarab in der Rennfarbe der USA © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Skoda 130 in der Rennfarbe der Tschechoslowakei © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
British Racing Green, Rosso Corsa - auch heute sind diese Farben im Farbkatalog vieler Automobilhersteller zu finden. Die Ursprünge dieser Rennfarben liegen mehr als 100 Jahre zurück. In den Jahren 1900-1905 wurde der Gordon-Bennet-Cup ausgetragen. Pro Nation waren drei Fahrzeuge zugelassen, die Autos mussten überwiegend in den Teilnehmerländern hergestellt worden sein. Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, die Schweiz und die USA nahmen damals am Cup teil.
Ursprünglich waren die Autos grau und daher farblich wenig unterscheidbar, also entschloss man sich, Farben den jeweiligen Teilnehmerländern zuzuordnen:

Österreich: blau mit schwarzen Startnummern auf weissem Grund
Argentinien: blau mit gelben Hauben, rote Startnummern auf weissem Grund
Ägypten: hellviolett, rote Startnummern auf weissem Grund
Australien: grün mit goldenen Hauben, schwarze Startnummern
Belgien: gelb mit schwarzen Startnummern
Brasilien: hellgelb mit schwarzen Startnummern
Bulgarien: grün mit weissen Hauben, rote Startnummern auf weissem Grund
Chile: rot-weiss mit blauen Hauben
Deutschland: weiss, ab 1934 silber, rote Startnummern
Dänemark: silber mit dänischem Kreuz auf der Haube, rote Startnummern auf weissem Grund
Frankreich: blau mit weissen Startnummern
Finnland: weiss mit blauem Kreuz auf der Haube, schwarze Startnummern auf weissem Grund
Großbritannien: grün mit weissen Startnummern
Griechenland: hellblau mit weissen Streifen auf der Haube,, schwarze Startnummern auf weissem Grund
Jordanien: braun mit schwarzen Startnummern auf weissem Grund
Irland: grün mit oranger Umrandung, weisse Startnummern
Italien: rot mit weissen Startnummern
Japan: weiss mit rotem Punkt auf der Haube, weisse Nummern auf schwarzem Grund
Kuba: gelb mit schwarzen Hauben, schwarze Startnummern auf weissem Grund
Kanada: rot mit weissen Streifen und schwarzen Startnummern
Luxemburg: rot-weiss-blau längsgestreift, schwarze Startnummern auf weissem Grund
Malaysien: gelb-weiss, schwarze Startnummern
Monaco: weiss mit roter Umrandung, schwarze Startnummern auf weissem Grund
Mexico: gold, schwarze Startnummern auf weissem Grund
Niederlande: orange mit weissen Startnummern
Neuseeland: grün-silber
Philippinen: rot mit blauen Hauben
Portugal: rot-weiss mit weissen Startnummern
Polen: weiss-rot mit roten Startnummern
Schweden: unten blau, oben gelb, weisse Startnummern auf blauem Grund
Schweiz: rot mit weissen Hauben und schwarzen Startnummern
Spanien: rot mit gelben Hauben, schwarze Nummern auf gelbem Grund
Südafrika: gold mit grünen Hauben, schwarze Startnummern auf gelbem Grund
Thailand: hellblau mit gelber Umrandung, weisse Startnummern
Tschechoslowakei: weiss, rot, blau mit blauen Startnummern
Ungarn: weiss mit roter Haube und grünem Heck, schwarze Startnummern
Uruguay: hellblau mit roter Umrandung des Vorderwagens, weisse Startnummern auf schwarzem Grund
USA: weiß mit blauen Längsstreifen (ursprünglich rot)

Bis 1970 waren diese Rennfarben weitestgehend in Gebrauch, später folgte eine Lockerung des Kodex. Einige Hersteller, wie z.B. Ferrari behielten die Farbe bis heute. Die Farbe Rosso Corsa wird heute durchwegs mit der Farbe von Ferrari assoziiert. Ferrari verwendet nach wie vor diese Farbe als Teamfarbe. Bei der roten Farbe gab es allerdings Änderungen: bis in die 50er Jahre war ein dunkles rot gebräuchlich. Ab Mitte der 50er Jahre ging man zur heute üblichen knallroten Farbe über, da dieser Farbton bei Fernsehübertragungen besser wiedergegeben wird.