<<<  |  Rettungswagen
Citroen DS Ambulance © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Mercedes Benz Strich 8, Binz © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Mercedes Benz Strich 8, Binz © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
VW T3 Transporter © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
VW T3 Transporter © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Puch G, VW T3 Transporter © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Puch G, VW T3 Transporter © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Puch G, Rettungswagen © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
VW Käfer Notarztwagen © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Jeep Bergewagen, Rettung Salzburg © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Innenausstattung VW T2 © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Rettungswagen © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Der cremefarben Bulli-Bus mit orangen Streifen und Blaulicht am Dach - ein Bild, an das sich viele noch erinnern können.
T1 und T2 Transporter wurden lange Zeit als Rettungswagen eingesetzt und erst in den 1980er Jahren durch die kantigen T3 Busse ersetzt. Als ich 1987 meinen Zivildienst leistete bestand die Flotte bereits durchgehen aus wassergekühlten T3 Bussen. Ein luftgekühlter T3 war zwar noch im Bestand, wurde aber nur für Krankentransporte genutzt.
Die Busse mit 70, 95 und 112 PS waren gut für Krankentransporte und Einsatzfahrten geeignet. Durch die konstruktionsbedingte hohe Ladekante war es aber nicht immer einfach, die Busse zu beladen. Die Krankentrage musste zuerst auf ein ausklappbares Blech gestellt werden, erst dann konnte sie in die Führung geschoben werden. Bei schweren liegend Patienten mussten oft drei Personen Hand anlegen, um den Patienten gefahrlos in den Patientenraum zu schieben. Trotzdem waren die Fahrzeuge beliebt, denn sie waren robust, boten viel Platz. Die Fahrzeuge mit dem 2,1 Liter Einspritzmotor boten auch akzeptable Fahrleistungen.
Der Patientenraum bot Platz für einen liegenden und einen sitzenden Patienten, den Sanitäter und eine Begleitperson (auf einem Klappsitz). In den meisten Fahrzeugen befand sich auch eine klappbare Reservetrage, um im Notfall zwei Patienten liegend zu transportieren. Unter der Trage war ein Fach, in dem sich Verbandszeug, Schienen und der Beatmungsbeutel befand. Eine Sauerstoffflasche befand sich ebenfalls im Wagen. Die Fahrerkabine bot Platz für den Fahrer und zwei Sanitäter und war mit Funk ausgestattet. Über den Innenspiegel und ein Sichtfenster bestand Sichtkontakt zwischen Fahrer und Patientenraum. Der VW Transporter zählt auch heute noch zu den beliebtesten Rettungswagen in Österreich und Deutschland.

Neben dem T3 gab es aber auch jede Menge unterschiedlicher Rettungsfahrzeuge. Die Rettung in Wien setzte damals bereits überwiegend den grösseren LT ein. Dieser Wagen bot mehr Platz und wurde gerne auch als Notarztwagen eingesetzt. Auch Mercedes Kastenwagen, Fiat Ducato, Peugeot und Renault Kastenwagen waren damals als Rettungs- und Notarztwagen im Einsatz.

Hierzulande selten waren Umbauten auf PKW-Basis. Einige Rettungsdienste setzten damals umgebaute Mercedes und Volvo-Modelle ein. In Niederösterreich gab es sogar einen umgebauten Citroen CX. Auch unsere Rettungsdienstelle hatte ein besonderes Fahrzeug: ein als Krankenwagen umgebauter Puch G. Dem sonst sehr guten Geländewagen wollte aber der Umbau gar nicht so recht passen: der hohe Schwerpunkt machte sich bei Kurvenfahrten negativ bemerkbar, die Bremsen waren mit dem hohen Gewicht des Wagens überfordert. Ebenso der Motor, der bei Einsatzfahrten ordentlichen Durst verspürte. Patienten beklagten die harte Federung, die Sanitäter hatten im engen Innenraum ihre liebe Not.