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Jaguar XK 120 Roadster © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Triumph TR3 © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
BMW 507 © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
BMW Z1 © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Auburn Speedster © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Alfa Romeo Spider © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Ferrari 250 GT California © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
AC Cobra © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Alfa Romeo 6C © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Arnolt Bristol © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Aston Martin Le Mans © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Austin Healey 3000 © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Bugatti Typ 37 © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Cisitalia 202 Spider © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Ferrari 225 S Tuboscocca © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Ferrari 500 Mondial © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Fiat Dino Spider © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Mercedes Benz 300 SL Roadster © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
MGA © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
MG L Magna © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
MG TA © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
MG TA © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Sunbeam Tiger © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Talbot Lago T26 © Wolfgang Simlinger für motorclassic.at
Roadster zählen nach wie vor zu den beliebtesten Oldtimern - ein Grund, ein wenig auf die Bauform und die Geschichte dieser Fahrzeuge einzugehen. Zwei Sitze - kein festes Dach - leichte Bauweise, das sind die wesentlichen Merkmale eines Roadsters. Ursprünglich hatten viele Roadster nicht einmal ein Klappverdeck, es gab nur eine Abdeckung, die den Fahrgastraum vor Unwettereinflüssen schützte, wenn man das Fahrzeug abstellte. Erst später wurden die Roadster mit einfachen Klappverdecken ausgestattet, mit denen man auch fahren konnte.

Einige Roadster haben nicht einmal Türen, der Einstieg erfolgt von oben in den Fahrgastraum. Andere Roadster, wie z.B. manche Triumph - oder MG-Modelle haben sehr kleine Türen und eine niedrige Gürtellinie. Während manche Modelle noch eine komplette Windschutzscheibe haben, so entfällt diese bei manchen Roadstern zugunsten minimaler Brooklands-Scheiben.
Der Gepäckraum ist in der Regel sehr klein, bei manchen Roadstern bietet sich zusätzlich die Möglichkeit einen Koffer aussen auf den Kofferraumdeckel zu schnallen. Durch die niedrige Bauweise findet das Reserverad keinen Platz am Wagenboden und ist bei vielen Roadstern am Heck oder seitlich angebracht. Interessant ist, dass viele bekannte Roadster aus England kommen, ein Land, in die Fahrer nicht gerade von Regen und Schlechtwetter verschont bleiben. Triumph, Jaguar, Austin Healey, MG, Morgan oder Lotus zählen mit Sicherheit zu den bekanntesten Herstellern von Roadstern. Die englischen Roadster sind durchwegs als Frontmotor-Fahrzeuge ausgelegt, der Motor sitzt unter einer langgestreckten Motorhaube, die Position des Fahrers ist weit hinten, unmittelbar vor der Hinterachse.

Beispiele für klassische britische Roadster sind: MGA, Austin Healey, Jaguar SS 100, Jaguar XK 120, Lotus Seven, Morgan, Healey Silverstone, Riley Brooklands, Triumph TR2, Triumph TR3, Sunbeam Alpine

Auch in Deutschland baute man zahlreiche Roadster. Die bekanntesten Fahrzeuge kommen mit Sicherheit von Mercedes. Der 300 SL Roadster, der 190 SL, die späteren Pagoden SL bis hin zu den heutigen Modellen mit Klappverdeck sind als Roadster ausgelegt. Auch BMW baute mit dem 507 und dem einzigartigen Z1, bei dem die Türen in den Seitenschwellern versenkt werden konnten, zwei einzigartige Roadster. Porsche wich von der klassischen Frontmotor-Auslegung ab und benannte seine Modelle Speedster oder Spyder. Der leichte und kleine 550 Spyder zählt auch heute noch zu den Ikonen im Sportwagenbau. In den letzten Jahren entstanden mit dem Opel Speedster und dem Wiesmann Roadster ebenfalls sehr interessante Fahrzeuge, die in sehr geringen Stückzahlen produziert wurden und bereits zu Lebzeiten Kultstatus errungen haben.

Französische Roadster: Bugatti kennt jeder, b>Delahaye vielleicht auch noch, den Namen b>Gordini kennen die meisten vielleicht von den sportlichen Renaults. Und damit wären wir auch schon bei den wichtigsten französischen Roadstern. Komfortable Cabriolets waren lange Zeit in Frankreich beliebter als sportliche Roadster. Vor ca. 20 Jahren machte allerdings Renault mit dem Sport Spider auf sich aufmerksam. Ein leichter offener Sportwagen, der in seiner Urversion sogar ohne Windschutzscheibe ausgeliefert wurde.

Nicht vergessen darf man jedoch Italien. Bereits in den 20er und 30er Jahren wurden dort bei Alfa Romeo schnittige Roadster gebaut, die heute zu astronomischen Preisen gehandelt werden. Die Italiener verwendeten fast ausschliesslich die Bezeichnung Spider, seltener Barchetta für ihre zweisitzigen offenen Sportwagen. In den 50er und 60er Jahren entstanden dort zahlreiche kleine und leichte Sportwagen, die oft auf Fiat- Modellen basierten. Zu den teuersten Oldtimern am Markt gehören aber mit Sicherheit die offenen Sportwagen von Ferrari, speziell Fahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren. Nicht weniger begehrt sind Maserati Spider aus dieser Zeit und auch frühe Alfa Romeo Spider erzielen bereits höchste Preise. Relativ günstig zu haben sind hingegen noch die Alfa- und Fiat 124 Spider aus den 70er Jahren. Aber hier ist Vorsicht geboten: die selbsttragenden Karosserien leiden gerne unter der braunen Pest und es werden viele Spider angeboten, die sich aussen in sehr gutem kosmetischem Zustand präsentieren, aber unter der Hülle sehr viele Schwachstellen aufweisen.

Natürlich wurden auch in anderen Ländern Roadster hergestellt und in hohen Stückzahlen verkauft. Man denke nur an die Corvette und die winzigen Honda Roadster aus Japan.

Bei fast allen Roadstern ist in den letzten jahren eine Wertsteigerung zu beobachten. Die meisten Roadster werden als Zweit- oder Drittfahrzeug angeschafft und nur bei schönem Wetter gefahren. Daraus resultiert auch ein relativ guter Erhaltungszustand der Fahrzeuge. Die einfach Technik, Reduzierung auf die wesentlichen Funktionen und der Verzicht auf elektronischen Firlefanz ist bei vielen Leuten ein Grund, sich eine Roadster zuzulegen. Trotzdem sollte man auch hier beim Kauf aufpassen: aufgrund der grossen Nachfrage sind viele Blender am Markt. Speziell Porsche, Mercedes, Jaguar und mittlerweile auch italienische Modelle werden oft "kosmetisch" restauriert und auf den Makrt geworfen. Unter lackiertem Blech, glänzendem Chrom und duftendem Leder verbirgt sich nicht zu selten gammelige Technik, die zu hohen Folgekosten führen kann.